Interview: Sabrina spricht darüber wie Yoga ein wundervoller Anker sein kann

LIEBE SABRINA, BITTE ERZÄHL UNS DOCH ETWAS ÜBER DICH UND WIE BINDEST DU YOGA IN DEIN LEBEN EIN?

Ich bin Sabrina, 33 Jahre alt und lebe in der Schweiz. Yoga praktiziere ich schon seit 15 Jahren und hat mich durch viele Höhen und Tiefen begleitet. Yoga ist für mich ein Anker, ein Anker zum Ankommen in schwierigen Zeiten, aber auch ein Anker zum Energietanken, um die Fülle im Leben noch mehr zu genießen. 2019 habe ich dann den Schritt zur Yogalehrerin gewagt und darf seither die Kraft des Yoga nicht nur selber spüren, sondern auch anderen Menschen den Zugang zu ihrem Anker eröffnen.

WIE STEHST DU ZU DER AUSSAGE: YOGA GEHÖRT ZU MEINEM ALLTAG UND IST FÜR MICH DAS GEHEIMNIS FÜR EIN ERFÜLLTES LEBEN?

Mit Yoga habe ich meinen Weg in ein erfüllteres Leben gestartet. Es hat mir die Türen geöffnet zu vielen weiteren wundervollen Praktiken, die mich in der Summe die Fülle in meinem Leben spüren lassen. So nehmen neben Yoga auch Meditation, Pranayama, Tagebuchschreiben und Energiearbeit einen wichtigen Platz in meinem Alltag ein und komplettieren die Yogapraxis.

WELCHEN STELLENWERT HAT YOGA IN DEINEM LEBEN?

Ich sehe Yoga als einen kraftvollen Anker in meinem Leben, der einen äußerst wichtigen Beitrag zu meinem Wohlbefinden leistet. Sozusagen in guten wie in schlechten Tagen 😊

FINDEST DU IMMER ZEIT FÜR DEINE YOGAPRAXIS?

Ich gebe zu, dass ich die Zeit für meine Yogapraxis nicht immer finde. Respektive ist es für mich nicht ein „Zeit finden“, sondern ein „sich die Zeit nehmen“. Deshalb gilt es eher zu sagen, an gewissen Tagen entscheide ich mich bewusst gegen die Yogapraxis, weil ich etwas anderem mehr Raum geben möchte. Schließlich entscheide ich stets selbst, wie ich meinen Tag gestalte und wofür ich meine Zeit nutze.

WELCHE YOGAFORM UNTERRICHTEST DU UND WIE WÜRDEST DU DIESEN STIL BESCHREIBEN?

Ausgebildet bin ich in Vinyasa und Yin Yoga. Geprägt von einer Verletzung, die ich mir durchs Yoga zugezogen habe, lege ich grossen Wert auf die richtige Ausführung der Positionen. Deshalb unterrichte ich eher langsame, sanfte Yogastunden mit klaren Hinweisen zum Alignment. Auch kann sich der Schüler/die Schülerin so besser mit seinem/ihrem Atem und sich selbst verbinden.

HAT DICH YOGA DURCH DIESE SCHWERE PERSÖNLICHE UND WIRTSCHAFTLICHE ZEIT IM HINBLICK AUF DEN COVID-19-VIRUS POSITIV BEGLEITET?

Definitiv! Dank Covid-19 und den diversen Restriktionen habe ich meine Yogapraxis intensiviert und biete meine Stunden seit kurzem nicht mehr live, sondern online an. Das kostete mich sehr viel Überwindung, funktioniert jetzt aber sehr gut.

WELCHE 5 TIPPS WÜRDEST DU YOGALEHRER*INNEN IN DIESER ZEIT GEBEN?

Das ist eine sehr gute Frage.

  1. Die Verbindung zu sich selbst stärken. Das hilft mir enorm. Zur Zeit ist meine Yogapraxis zwar regelmäßiger, jedoch weniger intensiv, weil ich mich so besser entspannen und den Blick nach innen richten kann. Ich sehe dadurch klarer.
  1. Dankbarkeit: In den letzten Jahren habe ich die Kraft der Dankbarkeit erfahren dürfen. Sie war ein Schlüsselelement auf dem Weg raus aus meiner Krise, zurück in die Fülle, die mir das Leben bietet. Seit 2019 bin ich deshalb auch als Enthusiastin unterwegs und begleite dadurch andere Menschen auf ihrem Weg in ein erfüllteres Leben. Ich habe dafür auch ein Tagebuch entwickelt, das einen auf diesem Weg unterstützt. Zum Beispiel durch die einfache Übung täglich drei Dinge aufzuschreiben, für die man dankbar ist.
  2. Den Fokus auf das Positive richten. Ich bin mir bewusst, das ist zur Zeit nicht immer ganz einfach. Mir hilft es aber, wenn ich zu destruktiven Gedanken bewusst STOP sage und dann an etwas denke, was sich durch Corona zum Positiven verändert hat.
  3. Die Zeit fürs Selbststudium nutzen. Ich setze mich momentan stärker mit meinem Körper und den einzelnen Asanas auseinander. Wissen, das ich anschließend wieder in die Stunden mitnehmen kann.
  4. Ausprobieren, Mut sammeln und springen. Ich hätte noch vor wenigen Wochen nicht gedacht, dass ich online Yoga unterrichten würde. Aber dann habe ich es einfach gewagt, ausprobiert und super Feedback bekommen. Die Leute sind momentan extrem froh, wenn sie online an Stunden teilnehmen können, denn Yoga mit einem Youtube Video zu machen braucht mehr Selbstdisziplin als sich online zu der Stunde zuzuschalten, zu der man sowieso gehen würden
HAST DU TIPPS, WIE MAN MOTIVIERT MIT YOGA ANFANGEN KANN?

Ich denke, das wichtigste ist, sich Zeit zu nehmen, geduldig zu sein. Vielleicht macht es beim ersten Mal noch nicht so viel Spaß und am nächsten Tag hat sich ziemlich sicher auch noch nicht das ganze Leben verändert. Aber bleibt man dran, drei-, viermal, dann spürt man definitiv schon eine Veränderung. Und gerade jetzt zu Covid-Zeiten ist das online Angebot so groß. Diese Chance sollte man als Anfänger nutzen und verschiedene Lehrer*innen ausprobieren. Bis man den/die gefunden hat, der/die einem wirklich zusagt. Sonst fällt es nämlich umso schwerer, dranzubleiben.

GIBT ES EIN YOGA MANTRA, WELCHES DU UNS MIT AUF DEN WEG GEBEN KANNST? WAS BEDEUTET ES ÜBERSETZT?

Oh ja, mein absolutes Lieblingsmantra ist „Ra Ma Da Sa, Sa Se So Hang“. Es ist ein Heilmantra, insbesondere bei negativen Gedanken. Die Übersetzung lautet in etwa wie folgt:

Während der Meditation lässt es sich optimal mit einer Fingerübung verbinden, und zwar berührt man zu Beginn Daumen und Zeigefinger und geht dann auf jede Silbe einen Finger weiter. Also:

  • Ra: Daumen – Zeigefinger
  • Ma: Daumen – Mittelfinger
  • Da: Daumen – Ringfinger
  • Sa: Daumen – kleiner Finger

 

  • Sa: Daumen – Zeigefinger
  • Se: Daumen – Mittelfinger
  • So: Daumen – Ringfinger
  • Hang: Daumen – kleiner Finger
Meine Homepage: https://www.sabrinalindauer.ch/
Instagram: https://www.instagram.com/dankbarkeits.enthusiastin/
Facebook: https://www.facebook.com/sabrinalindauer.ch
Dankbar – das Tagebuch: https://www.sabrinalindauer.ch/dankbar-das-tagebuch