Interview: Jessy und INTI YOGA mit ihrer Vision Menschen in ihre Strahlkraft zu bringen

BITTE ERZÄHL UNS DOCH ETWAS ÜBER DICH UND WIE BINDEST DU YOGA IN DEIN LEBEN EIN?

Ich bin Jessy: Ein Mensch auf dem inneren Weg, mit neugierigen Augen und einem offenen Herzen. Ich liebe fremde Welten, den Duft von Jasmin & Nelke, das Leben im Campervan und mit meinem Hund durch die Natur zu streunen.

Yoga-Asana, Meditation und Pranayama gehören ebenso zu meinem Leben, wie das Streben nach der ganzheitlichen Yogaphilosophie.

Das verrückte Jahr 2020 habe ich genutzt, um INTI YOGA zu gründen, dessen Vision es ist, Menschen in Ihre wahre Strahlkraft, ihr INTI zu verhelfen: https://www.inti-yoga.de/

 

 

WIE STEHST DU ZU DER AUSSAGE: YOGA GEHÖRT ZU MEINEM ALLTAG UND IST FÜR MICH DAS GEHEIMNIS FÜR EIN ERFÜLLTES LEBEN?

Mein physischer Körper ist wie ein Wecker: hat er morgens nicht mindestens 2-3 genüssliche Sonnengrüße erhalten, schellt er tagsüber immer mal wieder und beschwert sich. Für mich ist es dennoch nicht die Asana-Praxis, die uns zu einem erfüllteren Leben führt, sondern unsere innere Welt. Die Art und Weise, wie wir denken – über uns selbst und die über das, was im Außen herrscht. Durch Meditation habe ich gelernt, meine innere Welt aus mir selbst heraus so auszurichten, dass ich heute erfüllter Lebe als je zuvor. Denn unser Innenleben kreiert unsere Lebensgeschichte.

WELCHEN STELLENWERT HAT YOGA IN DEINEM LEBEN?

Yoga-Asana ist mir wichtig und ich nutze es als Tool, um beispielsweise vor oder nach einem langen Office-Tag zurück in mein Körpergefühl zu gelangen oder um Anspannung loszulassen (z.B. mit Yin-Yoga). Meditation, welche genauso Bestandteil meiner Yogapraxis ist, priorisiere ich dennoch in der Früh, wenn ich mich entschieden muss: Körper bewegen oder Geist klären.

Seit der Gründung von INTI YOGA hat die Wichtigkeit meiner eigenen Yogapraxis und die Verbreitung von Lebensfreude durch Yoga nochmal ordentlich Fahrt in meinem Leben aufgenommen, was wirklich sehr schön ist.

FINDEST DU immer ZEIT FÜR DEINE YOGAPRAXIS?

Selbstverständlich nicht 😊 Und das ist auch vollkommen okay. Mein Ziel ist es schon, täglich zu meditieren und mich täglich zu bewegen. Wenn ich das mal nicht schaffe, übe ich mich darin, über mich selbst zu schmunzeln anstatt mich zu verurteilen und versuche es am nächsten Tag wieder.  

Und übrigens: Wenn wir am Wegesrand Müll aufsammeln, einer älteren Dame die Türe aufhalten oder einem fremden Menschen ein warmes Lächeln schenken, praktizieren wir auch Yoga, nämlich Karma-Yoga.

 

WELCHE YOGAFORM UNTERRICHTEST DU UND WIE WÜRDEST DU DIESEN STIL BESCHREIBEN?

Ich unterrichte Hatha- und Yin-Yoga, sowie Meditation und Bhakti-Yoga.  

  • In meinen Hatha-Yogaklassen findet man erfrischende Yogasequenzen, die den Körper energetisieren und den Geist beruhigen. Im klassischen Hatha-Yoga – der Mutter aller Yogastile – werden die Asana statisch gehalten, wobei ich persönlich gerne einen dynamischeren Flow anbiete, der dennoch kein anstrengendes Vinyasa-Yoga ist, wo jeder Atemzug mit einer neuen Bewegung einhergeht.
  • In meinem Yin-Yogaklassen ist viel Zeit für Innenschau, zum hin spüren und loslassen. Hier richtet man sich gut in den Haltungen ein – meist mit Hilfsmitteln wie Kissen, Decken, Yogablocks oder einem Bolster. Im Yin-Yoga erreichen wir durch das Halten der Asana über mehrere Minuten die tieferen Gewebsschichten und erfahren eine tiefe Dehnung sowie herrliche Entspannung.
  • Meditation ist Bestandteil all meiner Klassen, Retreats und Workshops. Schließlich sind die Yoga-Körperübungen als Vorbereitung für die Meditation überhaupt erst entstanden. Die Meditationspraxis bedeutet für mich ein Highway zu meiner Essenz, zu unserer inneren, weisen Stimme. Ein Weg zu allen Antworten und zu tiefer Lebensfreude.
  • Bhakti-Yoga ist der Weg der Hingabe und der Liebe. Bhakti ist Mantrasingen, tanzen, Rituale und Zeremonien, Musik und alles, was das Herz aufblühen lässt. Mein absoluter Herzensweg und das, worin INTI YOGA seine wahre Natur findet.

 

HAT DICH YOGA DURCH DIESE SCHWERE PERSÖNLICHE UND WIRTSCHAFTLICHE ZEIT IM HINBLICK AUF DEN COVID-19-VIRUS POSITIV BEGLEITET?

Ich bin sehr stolz auf die Yogawelt da draußen, denn ich habe das Gefühl, dass hier ein sehr kraftvolles, stabiles und gleichzeitig unendlich liebevolles Netz zum Vorschein kam, das ganz viele Menschen aufgefangen hat. Meine persönliche, innere Haltung dem Leben gegenüber, ist stark von der Yogaphilosophie geprägt: Dem Leben vertrauen. Mit dem Fluss des Lebens schwimmen. Loslassen. Wieder vertrauen. Und ja, das hat mir sehr geholfen. 

WELCHE 5 TIPPS WÜRDEST DU YOGALEHRER*INNEN IN DIESER ZEIT GEBEN?

Meine Lehrerin hat einmal zu mir gesagt: Practise and all is coming. (Übe und alles kommt zu dir)

In den letzten Jahren hat sich dies immer wieder bewahrheitet, daher:

  1. PRACTISE
  2. WHAT
  3. YOU
  4. PREACH

HAST DU TIPPS, WIE MAN MOTIVIERT MIT YOGA ANFANGEN KANN?

  1. Finde dein warum. Warum möchtest du Yoga lernen? Was sind deine Gründe?
  1. Wie möchtest du dich fühlen in deinem Leben? Eines ist nämlich sicher: NACH dem Yoga fühlt man sich IMMER besser, als davor. IMMER!
  1. Take it easy. Sei nicht zu streng zu dir. Nimm dir nicht gleich 1 Stunde täglich vor. Starte entspannt mit Yogakursen, bei denen du gut mitkommst.
  1. Lass alle Erwartungen darüber los, wie eine Haltung auszusehen hat. Hab Spaß beim Yoga üben. Der Rest kommt von selbst.

GIBT ES EIN YOGA MANTRA, WELCHES DU UNS MIT AUF DEN WEG GEBEN KANNST? WAS BEDEUTET ES ÜBERSETZT?

Ich liebe das Schutzmantra AD GURE NAMEH​ / ihr findet es auch von mir gesungen und mit dem Harmonium begleitet auf meiner Webseite: https://www.inti-yoga.de/mantra

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Ad Gure Nameh
Jugad Gure Nameh
Sat Gure Nameh
Siri Guru Dev-e Nameh

Bedeutung/Interpretation: 

​Ich verbinde mich/verneige mich mit der Weisheit, die immer war, ist und sein wird, über alle Zeitalter hinweg, die wahre Weisheit, die erhabene großartige Weisheit.

Ad ~ unendliche, zeitlose Lehrer

Jugad ~ Lehrer aller Zeiten

Sat ~ innerer Lehrer

Guru Deve ~ (Guru = von der Dunkelheit ins Licht) göttlicherer Lehrer, der uns ins Licht führt

Nameh ~ im seinem Namen